Die vegane Version von Spätzle mit Rahmgeschnetzeltem

Neulich hatte ich eine Verabredung mit meiner Freundin Jessi zum gemeinsamen Kochen. Aus gesundheitlichen und ethischen Gründen ernährt sich Jessi seit über einem Jahr vegan. Da ich momentan plastikfrei einkaufe, standen wir vor der Herausforderung, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Da ich ursprünglich am selben Abend Spätzle machen wollte, wagten wir uns schlussendlich an Eier-freie Spätzle mit Soja-Geschnetzeltem. Vom Ergebnis sind wir mehr als überzeugt und deshalb findet ihr hier das Rezept zum Nachkochen:

Ihr braucht für die Spätzle:

  • 400 Gramm Mehl (wir haben Roggenmehl genommen, deshalb sind unsere Spätzle auch etwas dunkler geworden)
  • 6 EL Hartweizengrieß
  • 3 TL Olivenöl
  • 250 ml Sprudelwasser
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwefelsalz) – optional

 

Ihr braucht für das Geschnetzelte:

  • “Soja-Schnetzel” (gibt´s zum Beispiel im Unverpackt Laden)
  • 2 Paprika
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Veganer Sahne-Ersatz

 

So geht´s:

Als Erstes bereitet ihr die Schnetzel vor: 10-15 Minuten in ausreichend Wasser und etwas Gemüsebrühe köcheln lassen, dann abgießen und abkühlen lassen. Währenddessen könnt ihr euch an euren Spätzleteig machen. Hier möchte ich ganz kurz erklären, was es mit dem Kala Namak auf sich hat: Das erste mal habe ich von dem Schwefelsalz auf einer Geburtstagsfeier gehört, als ich eine veganen Salat probiert habe, der aber diesen typischen Salz-Geschmack und Geruch hatte. Auf Nachfrage, ob denn der vegane Salat auch wirklich vegan sei, erfuhr ich, dass es ein spezielles Schwefelsalz gibt, das eben ursächlich für den Geruch/ Geschmack ist – Kala Namak. In unserem Teig ist das Salz aber optional und eben nur für den typischen Spätzle Geschmack gedacht.

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und verrühren. Euch wird auffallen, dass der Teig viel zäher ist als herkömmlicher Spätzleteig. Probiert es trotzdem erst mit dem Teig aus und gebt nur gegebenenfalls etwas Wasser hinzu, sonst kleben euch die Spätzle später beim Anbraten fest. Den Teig presst ihr mithilfe einer Spätzlehobel in köchelndes Wasser. Hier könnt ihr von oben noch etwas Druck auf die zähe Masse geben, von selbst will sich der relativ feste Teig leider nicht in Richtung Wasser aufmachen. Die Spätzle müssen nur kurz im Wasser sein, dann könnt ihr sie in ein anderes Gefäß geben.

Für das Geschnetzelte drückt ihr die Soja-Schnetzel aus, damit sie übrige Flüssigkeit verlieren. Anschließend werden die Schnetzel gut gewürzt. Dann bratet ihr die Zwiebel (vorher in Scheiben schneiden) an und fügt die Schnetzel, die Paprika (auch in Scheiben geschnitten) und den Knoblauch hinzu. Weiter anbraten und schließlich mit eurem Sahne-Ersatz ablöschen. Abschmecken und fertig ist eure Beilage.

Die Spätzle könnt ihr jetzt noch schön kross anbraten (wir mussten es leider wegen mangelnden Herdplatten nacheinander machen, aber natürlich kann man die Spätzle und das Geschnetzelte auch gleichzeitig zubereiten) und dann mit eurer Beilage servieren.

Natürlich werden die Spätzle nicht 1-zu-1 so schmecken, wie wenn man sie mit Ei gemacht hätte (was auch meine schwäbischer Freund und Spätzle Gourmet kritisierte), aber trotzdem haben sie uns sehr gut geschmeckt und ausprobieren schadet ja nicht, oder? 😉

 

 

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