„Also ich könnte das ja nicht!“ Umgang mit Gegenwind als Veganer

Es ist enttäuschend, wenn du dein Leben zum Positiven verändern möchtest und dich weiterentwickelst und deine Familie und Freunde mit Unverständnis oder Ablehnung reagieren. Eigentlich sollten sie sich doch für dich freuen oder zumindest etwas Interesse zeigen. Immerhin wollen sie doch nur das Beste für dich, oder?

Veränderung braucht Zeit: Wenn du dich gesünder ernähren willst, aber du denkst, dass dein Umfeld dir im Wege steht, dann habe ich hier ein paar Ideen für dich. Oftmals ist das Problem, dass deine Entscheidung für eine bewusstere Ernährung für dein Umfeld sehr überraschend kommt. Es ist ein Prozess, der in deinem Inneren stattfindet, man sieht dir die Veränderung also nicht direkt an, weshalb es schwer nachvollziehbar sein kann. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man da einfach geduldig sein muss und es hilft sich vor Augen zu führen, dass man vor Kurzem wahrscheinlich noch genauso voreingenommen gegenüber veganer Ernährung war. Weitere Tipps habe ich hier für euch zusammengetragen:

  1. Veganes Leben positiv vorleben

Wenn du entspannt vorlebst wie man vegan lebt, erleichtert es deinen Freunden und Bekannten deine Entscheidung zu respektieren. Dafür kannst du beispielsweise lecker für deine Freunde/Familie kochen. Da freuen sie sich bestimmt. Wenn es auf das Thema Veganismus kommt, kannst du auch gerne erzählen, warum es dich interessiert und wichtig für dich ist.

  1. Missioniere nicht

Wenn man frisch gebackener Veganer ist, kommt es häufig vor, dass man die ganze Welt wachrütteln will über Missstände in der Tierhaltung oder die gesundheitlichen Auswirkungen von hohem Fleischkonsum. Konfrontiert man die Menschen direkt damit, fühlen sie sich vor den Kopf gestoßen. Es bringt dich viel weiter, wenn du deine Energie nicht darauf verschwendest. Akzeptiere die Reaktion deines Umfelds, denn das wünscht du dir von Ihnen für deine Entscheidung ja auch.

  1. Sei geduldig

Dein Umfeld ist oft unschlüssig wie ernst du es meinst und wird erst einmal abwarten, ob du deine Entscheidung durchziehst. Deswegen stecke deine Erwartungen nicht zu hoch, die Veränderung kommt immer von einem selbst. Niemand mag es etwas aufgedrückt zu bekommen. Anstatt dessen pflanzt deine Veränderung einen Samen und du kannst zuschauen wie und ob er sich entwickelt.

  1. Essen in der Familie bewusst kommunizieren

Es gibt kein richtig und falsch. Du kannst ganz individuell entscheiden ob du nur noch vegan einkaufen und kochen möchtest. Andere machen wiederum Zugeständnisse für ihre Liebsten und fangen mit Kompromissen beim Kochen an. Wichtig ist, dass offen zu kommunizieren und eine gemeinsame Lösung zu finden, die allen gerecht wird. Viele treffen die Entscheidung vegan für alle zu kochen, aber hin und wieder eine vegane und eine unvegane Variante zu kochen (z.B. eine Pfanne mit Fleisch und eine ohne).

Wer beispielsweise auf ein gemeinsames Mittagessen mit Freunden/Kollegen in der Kantine nicht verzichten möchte, der kann sein Essen selbst mitbringen und/oder einen Salat zusammenstellen. Auch bei einem Restaurantbesuch kann man bewusst eines wählen, dass allen gerecht wird, also vegane, als auch Gerichte mit Fleisch etc.

  1. Informiere dich gut

Als du noch alles gegessen hast, hat sich niemand um dein Wohlbefinden gesorgt. Doch jetzt wo du dich gesunder ernähren möchtest, äußern sich deine Mitmenschen besorgt über deine Nährstoffzufuhr: „Aber ohne Tierprodukte fehlt dir dann doch was!“ Die größten Kritiker einer pflanzlichen Ernährung, haben sich meist kaum mit Ernährung beschäftigt und wenn du dich bereits gut informiert hast, kannst du ihnen gut den Wind aus den Segeln nehmen. Kenne die kritischen Nährstoffe und worin sie enthalten sind.

Ich hoffe meine Tipps konnten dir helfen, mehr Entspannung in das Thema Ernährung zu bringen. Die Tipps gelten nicht nur für eine pflanzliche Ernährung, sondern können auch für jede andere Art von Ernährungsumstellung nützlich sein. Gehe mit gutem Beispiel voran und bleibe bei dir, anstatt Erwartungen in deine Mitmenschen zu setzen😊Manchmal sind es die kleinen Dinge und Gesten, die dein Umfeld zum Umdenken bringen können.

#eatfresh

#behappy

 

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