Wer ist Tabata und was kann er?

Das zweite Training, das zu meiner FreshAirFit-Sportroutine gehört, ist „Call me Tabata“. Jeden Freitag, 18 Uhr im Hain.

Das Wort Tabata sagte mir anfangs gar nichts. Jetzt weiß ich: Tabata geht zurück auf den japanischen Wissenschaftler Izumu Tabata. Daher auch der Name. Dieser werte Herr hat 1996 eine Studie veröffentlicht, in der er klassisches Ausdauertraining mit einer speziellen Form des High Intesity Intervall Training, also HIIT, verglich. Bei seiner Form des „Tabatas“ mussten die Teilnehmer 20 Sekunden lang sprinten und durften zehn Sekunden Pause machen. Das dann acht Mal wiederholen. Nach vier Minuten war dann eine Einheit geschafft. Diese Form des Trainings schnitt im Vergleich besser und effektiver ab als eine Stunde Ausdauertraining.

Was hat das jetzt mit unserem FreshAirFit-Tabata zu tun?

Natürlich wäre es ganz schön eintönig, die ganze Zeit nur zu sprinten und eine Stunde volles Tempo durchrennen kriegt wahrscheinlich auch niemand hin. Allerdings bin ich ganz froh darüber, dass wir eben NICHT sprinten müssen. Tabata heißt das Training trotzdem deshalb, weil wir auch eine Übung zwanzig Sekunden in vollem Tempo durchziehen und uns dann zehn Sekunden erholen dürfen. Bis zur nächsten Runde.

Und die Übungen haben es in sich. Meiner Meinung nach ist Call me Tabata trotz des prinzipiell immer gleichen Ablaufs eines der abwechslungsreichsten Trainings. Das ist den verschiedenen Stationen geschuldet, wo einen jede Woche neue Aufgaben und Trainingsgeräte erwarten. Natürlich kennt man manche Geräte schon (Bei der Battlerope packt mich jedes Mal der Fluchtinstinkt). Die Übungen sind dann meistens trotzdem anders als erwartet.

Ich muss sagen, dass ich eigentlich jedes Mal top motiviert bin, selbst wenn ich weiß, dass ich meistens nach den ersten vier Wiederholungen schon schlapp mache. Warum ich das Call me Tabata trotzdem so liebe? Hier ein paar Gründe:

  • Abwechslung: Wie gesagt, man weiß nie, welche Geräte oder Übungen einen erwarten
  • Musik: Ich kann viel besser trainieren, wenn ich Musik höre. Dann packt mich jedes Mal die Energie
  • Absehbares Ende: Klingt jetzt blöd, aber ich mag es, dass ich weiß, wie viele Wiederholungen oder Übungen ich noch machen muss, bis ich die Übung geschafft habe
  • Meine Trainingspartner: Die Übungen werden immer in Zweiergruppen absolviert und ich hab jedes Mal richtig tolle Trainingspartnerinnen
  • Das Nacher-Gefühl: Nach dem letzten Training hatte ich drei Tage lang Muskelkater. DREI TAGE! Aber in jedem Moment weiß ich, dass ich was getan habe. Außerdem habe ich gelesen, dass Tabata einen super Nachbrenneffekt hat, also kommt das auch noch positiv dazu

Eine Frage bleibt aber trotzdem: Wenn Tabata effektiver ist als eine Stunde Ausdauertraining, warum muss ich dann eigentlich immer noch zwei Mal die Woche trainieren? Nun ja, zum Glück sind wir ja nicht die ganze Zeit am Sprinten, wie es in der Studie von Tabata gemacht wurde, die Effektivität kann man also nicht vergleichen. Die Übungen sind abgesehen von dem konditionellen Aspekt vor allem auch auf funktionelle Kraftentwicklung ausgelegt.

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