Herbstliches Porridge ODER: Surfermüsli NO. 1

Hi,

heute gibt es mal einen etwas anderen Rezept-Post

Als wir dieses Jahr in Portugal mal wieder unserem Lieblingshobby, dem Surfen, nachgingen, stellten wir uns  jeden Morgen die Frage, die sich wahrscheinlich jeder Surfer, jeden verfluchten Morgen um 5.30 Uhr (MEZ) stellt: „Was sollen wir nur frühstücken, dass wir locker-leicht auf dem Board stehen und dennoch genug Kraft haben, um die 8-Meter Wellen bis zum Ende sauber durchzuziehen?“
Als Lösung kam eigentlich nur das Surferfrühstück in Frage und hat sich bisher auch in allen erdenklichen Variationen, sowohl im Angesicht der Wellen der 7 Weltmeere, als auch vor welligen Alltagssituationen bestens bewährt.

Ein kleiner Blick in die Nährwerttabelle
Vitamingehalt: Großartig
Mineralstoffgehalt: Fantastisch

Zubereitungszeit ca. 15 Minuten
Basis-Zutaten für 2-3 Genießer:
– Pfanne
– Topf
– tiefe Teller, im Fachjargon: Müslischüssel
– 1 Apfel
– 1 Birne
– eine Hand voll Datteln
– Ceylon Zimt
– Bourbonvanille
– Honig
– BIO-Zitrone (TIPP: Sorte Amalfi)
– Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne klein gehackt
– Ein Milchsubstitut (Reismilch, Mandelmilch, Sojamilch, etc.)
– 1 Bund Trauben ohne Kern
– Kokosflocken
– eine reife Banane

Kleiner Tipp für süße Schleckermäuler: Das Gewürz Chaiküsschen von Sonnentor vereint die herrliche Süße der Rübe mit geheimnisvoll, orientalisch anmutenden Noten.

Step 1: Die Basis ist schnell erzählt. Werfe eine frei-dosierte Menge deines Lieblingsmüslis (auch GetreideKombinationen sind in jeder Müslischüssel gern gesehen) in einen handelsüblichen Topf, den du im Vorfeld bereits mit etwa einem halben Liter deines Milchsubstitutes gefüllt hast.  Ob mit Haferflocken, 5-Korn Flocken oder anderweitigen, aufgeflockten oder gecrunchten Getreidesorten – du bestimmst die Basis nach deinem Gechmack und Gusto. Ich empfehle an der Stelle den Verzicht auf weizenhaltige Frühstückscerealien. Nun wird die Mischung sanft erhitzt. Wir folgen hier einem Gebot aus der traditionell chinesischen Medizin, welche besagt, dass Energie, die dem Essen zugefügt wird, nicht vom Körper bereitgestellt werden muss. Im Laufe des Erhitzungsvorganges darfst du etwas Ceylon Zimt, Datteln (kleingeschnitten) sowie Vanille hinzufügen.

Step 2: Erhitze deine Pfanne auf mittlere Stufe und röste in folgender Reihenfolge die Zutaten an: Apfel, Birne, Nüsse.  Schenke ihnen kurz vor dem Ende des Röstvorganges  nun die königliche Würze deines Ceylon Zimts. Der übrigens nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch nebenbei deinen Blutzuckerspiegel reguliert und den Stoffwechsel anregt. Essen und trotzdem Pfunde verlieren – der Zimt, der kanns (-;  Zudem gebt ihr dem Ganzen noch eine frische Prise der Frucht aus den duftenden, goldweissen Blüten einer Orchidee hinzu – die Vanille. Ebenso delicious wie gesund – köstlich süße Gesundheit sozusagen.
Wenn du der Meinung bist, die Früchte haben genügend Melanoidine (Röststellen) gebildet, dann versüßen wir das Ganze noch mit einer großzügig dosierten Menge Honig. So werden die soeben entfachten Röstaromen gleich mit einkaramellisiert – wow. Jetzt aber schnell vom Herd damit, sonst wird es schwer die ästhetische Komponente zu wahren (wie bei Allem macht auch hier die Übung den Meister – Timing is the secret).
Als Krönung des bisher Geleisteten reiben wir nun noch eine zarte Note von der Schale unserer BIO-Zitrone mit hinein. Ganz zum Schluss werfen wir nun den Pfanneninhalt mit in den Topf, wo unsere Basis bereits harmonisch vor sich hinköchelt und sich die Dattelsüße bereits mit den Frühstücksflocken gepaart hat.  Wenn sich nun die Aromen der beiden Koch/Pfanneninhalte miteinander vermengen ist das Werk vollendet. Fertig ist das Herzstück des Surfermüslis No.1. Probieren ist erwünscht – aber noch nicht in Ohnmacht fallen.

Step 3: Der Final Touch erfolgt nun durch die liebevolle Garnierung mit halbierten Trauben, fair getradeten Kokosflocken, fleischlosen Granatapfelkernen oder ein paar reifen Bananenscheibchen. Lass dich einfach von deinem Kühlschrank oder der bunten Auswahl im Supermarkt inspirieren – finde deine eigene Harmonie der Zutaten. Jetzt noch eine frische Prise Zimt – et voilá. Fertig ist das Surfermüsli No. 1. Bestehend aus einer knackigen Basisschicht mit authentischem Geschmack, einer herzhaften Mittelschicht mit fantastischen Röstaromen inklusive himmlischer Zitronennote und einem erfrischenden Topping.

Weitere Anregungen (meine Favoritenliste) um dein Müsli auf allen Ebenen grenzenlos zu verfeinern:
Früchte (Topping): Mandarine, Papaya (mit Kernen), frische Feigen, Mango
Kerne (Herzstück): Sesam & Pinienkerne (auch wunderbar röstbar), Chiasamen,
Gewürze: frischer Kardamon gibt dem ganzen eine ganz besondere Note

Unsere Empfehlung: Nimm dir Zeit bei der Auswahl deiner Zutaten. Genieße den Moment der Zubereitung – die Zeit in der du dich um dich kümmerst. In der du dafür Sorge trägst, dir etwas Gutes zu tun. Vielleicht erlebst du, was auch ich hin und wieder erleben darf. Ein Flow Erlebniss – in dem du Zeit und Raum vergisst und eins wirst mit dem was du tust. Und nun setz dich entspannt hin und genieße Bissen für Bissen dein Werk. Wie es dich Bissen für Bissen ein bisschen gesünder und vitaler macht. Die nächste Welle kann kommen.

Bis Bald
#Eat Happinez

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