Vegan – Gesund, Hokus Pokus oder nur Lifestyle?

Bin ich als Veganer automatisch auf der sicheren Seite?

Vegane Ernährung. Der Boom geht weiter. Jedes Super-Food Produkt hat mittlerweile neben dem “Bio”, “FairTrade” und “Laktosefrei”-Label natürlich auch dick und fett den Aufdruck “Vegan”. Und natürlich gehen auch die Diskussionen weiter. Ist das Gesund? Ist das Normal? Ist der Mensch ein Pflanzenfresser oder doch ein Fleischfresser?  Schließlich hört man immer wieder, dass den Veganern ja scheinbar essentielle Nährstoffe fehlen, die man ausschließlich über tierische Eiweiße aufnehmen kann. Eine gezielte Kampagne der Fleischindustrie – oder wirklich wahr?  Dann gibt es natürlich die “Ich-Push-mein-Ego-durch-anders-sein”-Veganer, die einfach nur vegan sind, weil es gerade im Trend liegt. Die sich vegane Süßigkeiten und veganen Wein im Überfluss  gönnen und mit “HAUPTSACHE VEGAN” trotzdem der Pseudo-Bewusste unter den Unbewussten zu scheinen sein.    Vielleicht hast du dich schon mal gefragt, wie gesund eine vegane Ernährung ist UND ob sie überhaupt gesund ist. In Anbetracht der Tatsache, dass ja wirklich auch ziemlich viel Schrott unter dem veganen Label angeboten wird? Wie dem so ist – das schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Viele Menschen sehen Veganer als sehr gesundheitsbewusst. Doch vegan heißt nicht gleich gesund, denn auch mit einer veganen Ernährung kann man der eigenen Gesundheit schaden. Viele Lebensmittel sind zwar vegan, aber nicht gleich gesund, z.B. Softdrinks, Pommes, Seitansteaks oder Weißbrot. Gesundheitliche Vorteile, wie der Schutz vor Herz- Kreislauferkrankung sind bei einer solchen „Hauptsache Vegan“ Einstellung oftmals nicht gegeben. Deshalb möchte ich heute konkret erklären, wie eine bewusste, ausgewogene, vegane Ernährung aussieht.

Wenn Vegan – dann gesund!

Ganz wichtig sind frische Lebensmittel: Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte. Sie bilden die Grundlage der Mahlzeiten. Je abwechslungsreicher, desto besser. Auch Saisonalität und Regionalität bei Obst und Gemüse sorgen dafür, dass der Einkauf gesünder und auch günstiger wird. Als kleine Faustregel kann man noch hinzufügen: “Make it colourfull” – je bunter dein Teller, desto mehr Nährstoffe. (Damit meinen wir nicht das vegane Ketchup und die Mayonnaise, die für den Farbtupfer auf deinen Pommes dienen)

Industriell verarbeitete Nahrungsmittel sollte man meiden, hierzu zählen Ersatzprodukte, wie veganer Käse oder vegane Alternativen zu Wurst und Fleisch. Man muss nicht komplett darauf verzichten, aber je weniger man auf diese Waren zurückgreift, desto gesünder lebt man. Zudem gibt es mittlerweile gesündere Varianten, die man auch selbst herstellen kann. Ein selbstgemachter Cashewkäse oder Kichererbsentofu können eine schöne Ergänzung der Ernährung bieten.

Kichererbsen sind vielseitig und super für Omelett oder Tofu

Für eine gesunde vegane Ernährung sollte man zusätzliche Fette und Öle nur in geringen Mengen konsumieren. Viele vegane Aufstriche, Käsealternativen und andere Fertiggerichte basieren meist auf Pflanzenöl und/oder Nüssen. Besonders Herzkranke sollten darauf verzichten. Gesunde Fettquellen sind vor allem Walnüsse, Paranüsse, Leinsamen und andere Saaten. Für die Omega 3 Versorgung reicht schon 1 Esslöffel frisch geschroteter Leinsamen aus.

Nahrungsergänzungsmittel sind bei einer gesunden veganen Ernährung nur minimal nötig. Damit meine ich das Vitamin B12, das sowohl bei einer veganen als auch normalen Ernährung fehlt. Dieses Vitamin wird von Milchsäurebakterien im Boden gebildet, doch durch den fortschreitenden Mangel an Mineralien und Spurenelementen (Kobalt für B12) auf den Äckern, ist es nahezu nicht mehr vorhanden. Deshalb ist es wichtig mit einem Methylcobalaminpräparat (z.B. diesem) zu supplementieren.

Ansonsten kann ich die App Daily Dozen empfehlen, sie bietet eine Checkliste mit der man täglich abhaken kann, aus welchen Nahrungskategorien man bereits gegessen hat. Am besten ist es natürlich alle Items abzuhaken, um alle Nährstoffe aufzunehmen. Auch in dieser App kann man Vitamin B12 abhaken sowie Vitamin D, dass man in den Wintermonaten definitiv auch supplementieren sollte, da die Sonneneinstrahlung in Deutschland nicht ausreicht. Das Gute an der App ist die Übersichtlichkeit, man kann ganz schnell einen Haken setzen und auch den Durchschnitt der letzten Tage und Wochen sehen. Die App ist kostenlos und erhältlich für Android und Apple Geräte.

Photo by Caju Gomes on Unsplash
Gesund essen macht glücklicher

Wie Ihr seht, gibt es ein paar Dinge zu beachten, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Mit ein bisschen Übung steht einem gesunden Lifestyle mit veganer Ernährung aber nichts im Wege. Vor allem die App bietet eine super Übersicht auf welche Lebensmittel es ankommt. #notsponsored

Nun würde mich mal interessieren: Wie ernährt ihr euch? Fühlt ihr euch gut mit einer veganen Ernährung und was konntet ihr aus meinem Artikel mitnehmen?

#eathealthy

#feelfresh

#behappy

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