Aktuelles aus der Faszienwelt

Der Einsatz der Faszienrolle ist mittlerweile in der Fitnessbranche und der Medizin fest
etabliert. Das Rollen wird zum Warm-up wie auch zur Regeneration genutzt. Doch es gibt
auch Rollgegner, die auf Risiken beim Rollen hinweisen. Wir haben euch einige Fakten zum
Thema „ROLLING“ zusammengefasst.

Rollen: ja oder nein?

Von Kritikern wird angeführt, dass beim Rollen die Gefahr besteht, dass Gewebestrukturen
der Nerven beschädigt werden. Zudem könnte es durch das Rollen zu einer temporären
Unterbrechung des venösen Blutflusses kommen. Dem gegenüber stehen unzählige Studien,
die positive Argumente für das Rollen anführen (u.a. Steigerung der Beweglichkeit,
Schmerzlinderungen). Die von Rollgegnern angeführte Unterbrechung des venösen
Blutflusses wird grundsätzlich nicht angezweifelt, nur ist die kurze Unterbrechung im
Vergleich zu alltäglichen Belastungen als sehr gering anzusehen. Wir sitzen teilweise so
ungünstig, dass sich eine viele längere Minderdurchblutung einstellt. Aufgrund dessen und
wegen der vielen positiven Effekte, empfehlen wir auch weiterhin den Einsatz der
Faszienrolle.

Die richtige Rolltechnik?

Zudem wird in jüngster Vergangenheit vermehrt über die richtige Technik beim Rollen
diskutiert. Es gibt Trainer, die sich dafür aussprechen, nur in eine Richtung zu rollen, um das
Lymphsystem zu unterstützen. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand ist dies allerdings
nicht notwendig. Die renommierte Lymphforscherin Dr. Melody Swartz erklärte auf dem
Kongress der Faszienforscher im Herbst 2018 in Berlin: „Rollen beeinflusst das Lypmphsystem
nicht, solange nicht muskuläre Kräfte mitspielen“. Von daher kann auch weiter in alle
Richtung gerollt werden.
Bei unseren Workouts rollen wir regelmäßig zum Warm-up und/oder Cool-down. Dabei
zeigen wir euch, wie man am besten rollt und welche Stellen es besonders notwendig haben.
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