Life Kinetik = mehr Leistung

Life Kinetik ist eine Trainingsform, die Bewegungsaufgaben mit Wahrnehmung und kognitiven Herausforderungen verbindet. Viele Hochleistungssportler und Trainer schwören auf Life Kinetik, genauso wie Unternehmer, Lehrer oder Senioren. Mit über 30 wissenschaftlichen Untersuchungen ist Life Kinetik die einzige Trainingsform dieser Art, deren Effekte hinreichend belegt sind.

Life Kinetik = Bewegung + Wahrnehmung + Kognition. Diese Formel zeigt die Trainingsmerkmale von Life Kinetik. Für uns ist Life Kinetik das weltweit beste vorhandene Trainingskonzept zur Schulung der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten.

Koordinationstraining = Automatisationsfreies Üben

Beim Wort „Koordinationstraining“ kommt vielen Sportlern sofort die „Koordinationsleiter“ in den Sinn. Doch nur die Wenigsten führen in der Koordinationsleiter auch wirklichen ein Koordinationstraining im eigentlichen Sinne durch. Wie, ist die Koordinationsleiter nicht dafür geeignet, die Koordination zu schulen? Doch, es liegt nicht an der Koordinationsleiter, sondern an den meist unveränderten und dadurch automatisierten Bewegungen, die in der Leiter durchgeführt werden.

Beim Koordinationstraining ist der Weg das Ziel! Durch ständige neue Bewegungsaufgaben, die bisher noch nie bewältigt wurden, muss das Gehirn neue Handlungsprogramme entwerfen bzw. vorhandene Programme überarbeiten. Selbst wenn die Aufgabe nicht geschafft wurde, hat das Gehirn dazugelernt.

Das wichtigste Merkmal beim Life-Kinetik Training ist deshalb, dass wir nie so lange üben, bis etwas automatisiert ist, sondern ständig vor neue Bewegungsaufgaben gestellt werden. Dadurch entsteht beim Life Kinetik Training jede Menge Spaß. Häufig passieren besonders lustige Situationen dadurch, dass man sich nicht vorstellen kann, dass eine vermeintliche einfache Aufgabe zu haarsträubenden Fehlversuchen führt. Beim Life-Kinetik Training in der Gruppe ist das Lachen deshalb schon vorprogrammiert. Durch das abwechslungsreiche und spaßvolle Üben werden außerdem verschiedene Hormone freigesetzt, die wiederum für motorische Lernvorgänge ganz wichtig sind.

Wie ein Life-Kinetik Training aussehen kann, seht ihr im nachfolgenden Video:

Charakteristik von koordinativen Fähigkeiten

„Bewegungskoordination ist „die Organisation von Bewegungen (…) Das bedeutet die Abstimmung aller Bewegungsparameter im aktuellen Prozess der Wechselwirkung des Sportlers mit der jeweiligen Umweltsituation.“ (Meinel und Schnabel 2015).

Aus dieser Definition wird leicht ersichtlich, dass alle Sport- und Alltagsbewegungen einer Koordination bedürfen. In der Sportwissenschaft unterscheiden wir zwischen koordinativen Fähigkeiten und koordinativen Fertigkeiten. Bei Fertigkeiten handelt es sich um überwiegend automatisierte (nicht bewusstseinspflichtige) Bewegungsmuster, die in der Regel über einen längeren Lern- bzw. Übungsprozess erworben werden. Bewegungsfertigkeiten sind somit ein Synonym für Bewegungstechniken (z.B. Aufschlag im Tennis, Torschuss im Fußball oder Wurf im Basketball). Die koordinativen Fähigkeiten – welche beim Life Kinetik trainiert werden – besitzen einen allgemeineren Charakter. So kann gesagt werden, dass koordinative Fähigkeiten nicht durch eine konkrete Handlung bestimmt werden, sondern für mehrere verschiedene Handlungen typisch sind. Zwar laufen die Koordinationsprozesse bei allen Menschen nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten ab, dies bedeutet allerdings nicht, dass sie bei jedem Individuum mit gleicher Geschwindigkeit, Exaktheit, Differenziertheit, Flexibilität usw. ablaufen. Eben diese qualitativen Besonderheiten, die auf verschiedene Bewegungsaufgaben übertragbar sind, zeichnet das Wesen der koordinativen Fähigkeiten aus. Bei koordinativen Fähigkeiten handelt es sich demnach um Bewegungsqualitäten, die bei vielen unterschiedlichen Bewegungsfertigkeiten eine wichtige Rolle spielen.

Die Sportwissenschaft beschäftigt sich bereits seit vielen Jahrzehnten mit dem Phänomen der koordinativen Fähigkeiten. Das Strukturkonzept der Leipziger Koordinationsforscher um Blume (1978) hat sich bis heute am meisten bewährt, wenngleich es weiterhin viele offene Forschungsfragen gibt. Es umfasst folgende sieben koordinative Fähigkeiten:

– Differenzierungsfähigkeit

– Kopplungsfähigkeit

– Reaktionsfähigkeit

– Orientierungsfähigkeit

– Gleichgewichtsfähigkeit

– Umstellungsfähigkeit

– Rhythmisierungsfähigkeit

Auf die einzelnen Fähigkeiten soll hier nicht näher eingegangen werden. Es sei nur gesagt, dass beim einem professionellen Life Kinetik Kurs über mehrere Wochen all diese Fähigkeiten ganz spezifisch trainiert werden. Die Methodik bei Life Kinetik gibt eine besondere Trainingsstruktur vor, um alle Aspekte der Koordination ausgewogenen zu schulen.

Die Bedeutung von koordinativen Fähigkeiten

Es besteht in der Bewegungsforschung kein Zweifel darüber, dass Sportler mit gut ausgeprägten koordinativen Fähigkeiten schneller und effektiver motorisch lernen, da sie auf mehr oder weniger generalisierten Verlaufsqualitäten zurückgreifen können. Darüber hinaus erhöht sich bei gut ausgeprägten koordinativen Fähigkeiten der Wirkungsgrad bereits angeeigneter sporttechnischer Fertigkeiten. Der Transfereffekt von allgemeinen koordinativen Fähigkeiten auf das Erlernen von speziellen Bewegungstechniken ist experimentell nachgewiesen. „In der Praxis des Nachwuchsleistungssports und auch des Schulsports ist diese Erkenntnis unwidersprochen und Grundlage praktischen Handelns“ (Meinel und Schnabel 2015). Es wird darüber hinaus davon ausgegangen, dass Spitzenleistungen im Sport nur erreicht werden können, wenn die allgemeinen Fähigkeiten auf einem sehr hohen Niveau liegen (Meinel und Schnabel 2015).

Wahrnehmung und Kognition

Neben der Bewegung (Koordination) wird das Life-Kinetik-Training durch zwei weitere Hauptkomponenten ergänzt – der Wahrnehmung und der Kognition. Die Wahrnehmung (visuell, auditiv, somatosensorisch) beeinflusst jede Bewegung ganz erheblich, denn unsere Bewegungsprogramme erstellen wir auf Basis der uns zur Verfügung stehenden Informationen, z. B. der optischen Informationen aus unseren Augen. Streng genommen sind das Wahrnehmungs- und Kognitionstraining Bestandteile des Koordinationstraining. Da sie jedoch oft nicht hinreichend beim Koordinationstraining berücksichtigt werden, erhalten sie beim Life-Kinetik eine ganz besondere Betonung.

Wie wichtig die Wahrnehmung im Sport ist, verdeutlicht Felix Neureuther in seinem Buch „Mein Training mit Life Kinetik“ (Neureuther und Lutz 2013). Er beschreibt, wie positiv sich das visuelle Training auf seine Leistungen im Weltcup ausgewirkt haben. Auch die Verknüpfung von Kognition mit Bewegung und Wahrnehmung nimmt im Sport eine ganz wichtige Rolle eine – Stichwort „Handlungsschnelligkeit“. Nur wenn wir die uns zur Verfügung stehenden Information aus Wahrnehmung und Erfahrungen sowie Wissen schnell verarbeiten können, realisieren wir schnell eine gutes Handlungsergebnis.

Fazit zum Training mit Life Kinetik

Life Kinetik ist ein fein durchdachtes Koordinationstraining, das nur von ausgebildeten Life Kinetik Trainern angeboten werden darf. Dadurch wird sichergestellt, dass nicht „Irgendetwas“ trainiert wird, sondern nach der vorgegebenen Life Kinetik Trainingsmethodik. Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass durch Life Kinetik folgende Ziele erreicht werden (Für genauere Informationen und Nachweise siehe online unter www.lifekinetik.com):

– Stressreduzierung und bessere körperliche Entspannung;

– Verbesserung der Konzentration und Steigerung der Arbeitsproduktivität;

– Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit (z. B. Torschussleistung beim Fußball oder Auge-Hand bzw. Auge-Bein-Koordination);

– und mehr.

Die Übungen bei Life Kinetik sind in der Schwierigkeit beliebig steigerbar und deshalb für Kinder und Senioren genauso geeignet wie für (Hochleistungs-)Sportler. Die Referenzen von Life Kinetik (z.B. Borussia Dortmund, SC Freiburg, FC Liverpool, Deutsche Handball Nationalmannschaft) sprechen für die Qualität des Trainingskonzepts. Wir empfehlen jedem Sportler mindestens einen 12-Wochen-Kurs Life Kinetik pro Jahr zu absolvieren, um die koordinativen Fähigkeiten hinreichend zu schulen.

 

Quellen:

www.lifekinetik.de

Meinel, K., & Schnabel, G. (2015). Bewegungslehre – Sportmotorik: Abriss einer Theorie der sportlichen Motorik unter pädagogischem Aspekt. (J. Krug, Hrsg.) (12., ergänzte Auflage.). Aachen Auckland Beirut Cairo Cape Town Dubai Hägendorf Hongkong Indianapolis Maidenhead Manila Neu Delhi Singapur Sydney Teheran Wien: Meyer & Meyer Verlag.

Neureuther, F., & Lutz, H. (2013). Mein Training mit Life Kinetik: Gehirn + Bewegung = mehr Leistung ; [Freizeit, Lernen, Gedächtnis, Sport] (3. Aufl.). München: Nymphenburger.

Blume, D.D. (1978). Zu einigen wesentlichen theore- tischen Grundpositionen für die Untersuchung der koordinativen Fähigkeiten. Theorie und Praxis der Körperkultur, 27, 29-36.

 

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